Pädagogische Leitsätze


​​​​​​​​ Leitsatz 1

​​​​​​​​ Unser oberstes Prinzip ist jenes der Zusammenarbeit:

  • Wir integrieren die Jugendlichen in die Lerngemeinschaft und nutzen deren Vielfalt als Chance.
  • Unser ganzes Handeln ist darauf ausgerichtet, den Lernenden zu ermöglichen, dass diese ihren Platz in Wirtschaft und Gesellschaft finden.

​​​​​​​​ Verhalten / Handlungen

  • Die Klassen sind durchmischt mit Jugendlichen mit unterschiedlichen Voraussetzungen. 
  • Die Umgebung (Räume, Betreuung, Material, Lernformen etc.) müssen wir für die Lernenden so anpassen, dass diese möglichst optimal lernen können. 
  • Der Unterricht orientiert sich weder an den schulisch Stärksten noch an den schulisch Schwächsten, sondern an den Individuen. 
  • Peer-to-peer Learning ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts. Vorgängig werden dazu Expertinnen und Experten zu verschiedenen Themenbereichen/Fächern eruiert.
  • Wertschätzung und Respekt bedingen eine intensive Arbeit im Klassengefüge zur Schaffung einer Klassengemeinschaft.
  • Unterschiedlichkeiten und Anderssein – dies betrifft Lernende wie Lehrpersonen – gehören selbstverständlich dazu und werden bei Bedarf aufgezeigt und besprochen.
  • Wir dulden keine Diskriminierung und kein beleidigendes, einschüchterndes, feindseliges oder sonst unerwünschtes Verhalten, das die persönliche Würde von anderen verletzt.
  • Essenziell für ein funktionierendes Teamteaching ist die kollegiale Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten.
  • Vielfalt und Inklusion erfordern eine sorgfältige Führung, um Missverständnisse und Konflikte zu vermeiden.
  • Heterogene Klassen erfordern eine umsichtige Klassenführung mit hoher Präsenz und starker Beziehungsarbeit.

​​​​​​​​ Leitsatz 2

​​​​​​​​ Potential erkennen und fördern:

  • Schule und Lehrpersonen helfen den Lernenden dabei, die eigenen Stärken und Talente besser kennenzulernen, zu fördern und auszuprägen.

​​​​​​​​ Verhalten / Handlungen

  • Wir gehen den Potentialen und Stärken mit gezielten Methoden nach. Dafür nutzen wir unter anderem Assessment-Programme wie Swissskills oder Berufswahlanalysen, welche die Kompetenzen der Lernenden aufzeigen.
  • Ein wesentlicher Teil des Coachings – insbesondere in der Anfangsphase – umfasst das Aufzeigen der Stärken und der entsprechenden Möglichkeiten, die sich für die Lernenden ergeben.
  • Die Berufswünsche und Anliegen der Lernenden bilden den Ausgangspunkt. Gleichzeitig braucht es eine realistische Auslegeordnung begleitet von den Lehrpersonen.
  • Mithin haben wir den Auftrag, die Stärken mit den beruflichen Möglichkeiten abzugleichen und entsprechend nach geeigneten Berufen zu suchen.
  • Wir fördern die Lernenden gezielt in jenen schulischen Fächern, die ihren zukünftigen Berufsschulunterricht umfassen werden.
  • Wir kommen weg von «Labels» (ADHS, ASS etc.), berücksichtigen gleichwohl die spezifischen Bedürfnisse von Lernenden.

​​​​​​​​ Leitsatz 3

​​​​​​​​ Mitverantworten und mitbestimmen:

  • Die Lernenden übernehmen die Verantwortung für ihr Weiterkommen. Sie bestimmen mit, welche Inhalte und Arbeitsweisen dafür notwendig sind und was sie von den Lehrpersonen benötigen.

​​​​​​​​ Verhalten / Handlungen

  • Bei Veranstaltungen und Unterrichtseinheiten lassen wir die Lernenden mitbestimmen.
  • Wir arbeiten mit Zielvereinbarungen. Diese werden mit den Lernenden besprochen. Im Anschluss bestimmen die Lernenden mit, welche Übungen/Arbeitsweisen sie zur Erfüllung der Ziele nutzen.
  • Im Lerncoaching werden die Planungen geprüft und das Lernen reflektiert.
  • Lernende und Lehrpersonen reden gemeinsam über Regeln, treffen Vereinbarungen und halten sich daran. Lehrpersonen fordern die Einhaltung der Vereinbarungen konsequent ein.
  • Schulische und ausserschulische Aktivitäten nehmen wir zum Anlass der Mitbestimmung und Organisation durch die Lernenden.  
  • Wir alle tragen Sorgfalt zu uns selbst, zu anderen, zum Schulhaus und zur Infrastruktur. Mangelnde Achtsamkeit lassen wir nicht stehen, sondern gehen gemeinsam in die Verantwortung.

​​​​​​​​ Leitsatz 4

​​​​​​​​ Ganzheitlich bilden:

  • Wir arbeiten interdisziplinär und vernetzt und orientieren uns an der Lebenswelt der Jugendlichen. Wir unterstützen das eigenständige und kritische Denken.

​​​​​​​​ Verhalten / Handlungen

  • Wir arbeiten über unsere Fächer und Kompetenzteams hinweg. Es gibt regelmässigen interdisziplinären Austausch. Dafür stehen entsprechende Gefässe zur Verfügung.
  • Wir schaffen bewusst Situationen, die von den Jugendlichen deren Meinungen, Haltungen, Werte und Stellungnahmen erfordern.
  • Der Fachunterricht hat weiterhin einen hohen Stellenwert. Themenbereiche werden bewusst überfachlich respektive über mehrere Fächer hinweg kombiniert.
  • Wir fördern die Medienkompetenzen und ICT-Kompetenzen. ICT unterstützt das Lernen der Jugendlichen und ist Bestandteil des Unterrichts.
  • Die Lehrpersonen bilden sich weiter, die Schulleitung unterstützt sie dabei. Im Zentrum stehen dabei die Anforderungen für einen zeitgemässen Unterricht, der die Lernenden für eine Anschlusslösung im SEK II-Bereich qualifiziert.
  • Fachliche Kompetenzen und Leistungsbereitschaft beim Lehrpersonal sind uns wichtig. ​​​​​​​​ ​​​​​​​​ ​​​​​​​​ ​​​​​​​​ ​​​​​​​​ ​​​​​​​​

​​​​​​​​ Leitsatz 5

​​​​​​​​ Positive Erwartungen ans Gegenüber:

  • Die Lehrpersonen, Lernenden und Mitarbeitenden verpflichten sich dazu, einander mit positiven Erwartungen zu begegnen.

​​​​​​​​ Verhalten / Handlungen

  • Wir formulieren die positiven Erwartungen und Erfahrungen im Alltag mit den Lernenden und dem Kollegium.
  • Wir hören einander zu, sind offen für neue Ideen und Ansätze und bereit zu Kompromissen.  
  • Scheitern gehört dazu. Wir nehmen es zum Anlass, um andere Wege zu gehen, alternative Lösungswege zu entwickeln (gescheiter scheitern).
  • Wir glauben an die Lernenden – auch in schwierigen Situationen – und formulieren dies wiederkehrend.